Internationaler Tag der Astrologie


Die Frühlingstagundnachtgleiche und der Beginn des Lebens



Am 20.3.2017 beginnt mit der Tagundnachtgleiche um 11:28 Uhr Mitteleuropäischer Zeit der Frühling - und mit ihm das ursprüngliche Neujahr.


Bis heute wird in vielen Kulturen der Beginn des neuen Jahres gar nicht im Januar, sondern zur Frühlingstagundnachtgleiche gefeiert. Denn im Gegensatz zum dunklen Januar wird der Frühlingsanfang im März viel eher als Geburt des Lebens verstanden, als Sieg der Sonne über Kälte und Dunkelheit: Ab dem Moment der Frühlingstagundnachtgleiche sind die Tage nämlich endlich wieder länger als die Nächte.

 

Schon bei den alten Römern startete das Jahr daher mit dem Frühlingsanfang im März, der als erster Monat des Jahres galt. Was auch erklärt, warum ein halbes Jahr später der September dann als der siebte Monat (von lat. septem) angesehen wurde, gefolgt vom achten, neunten und zehnten Monat, deren Namen Oktober, November und Dezember ebenfalls dieser Zählweise entstammen. Der März indes wurde nach dem Kriegsgott Mars benannt, der als stürmisch und hitzig galt - und der noch heute in der Astrologie das Zeichen Widder regiert, das ebenfalls mit dem Frühlingsanfang beginnt und für stürmisches Voranschreiten steht.

Als „Nouruz“ wird das Neujahr zur Tagundnachtgleiche im Frühling seit mehr als 3000 Jahren auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten zelebriert. Und schließlich richtet sich sogar unser Osterfest, das Fest der Auferstehung, nach jenem Datum aus, denn Ostern ist immer am Sonntag nach Vollmond nach Frühlingsanfang. Der Sieg des Lichten über das Dunkle wird an vielen Orten außerdem mit Osterfeuern zelebriert - wobei der Frühlingsanfang ebenso wie die Sonne traditionell dem Element Feuer zugeordnet sind.

 

Dass astronomischen Ereignissen eine sinnhafte Bedeutung gegeben wird, ist das eigentliche Wesen der Astrologie, die unsere Kultur viel stärker beeinflusst hat als gemeinhin bekannt ist. Denn nicht nur alle Jahresfeste richten sich nach astrologischen Konstellationen aus, sondern auch viele Begriffe im heutigen Sprachgebrauch. Auch in der Astrologie gilt die Frühlingstagundnachtgleiche als Beginn des neuen Jahres und wird zudem gefeiert als „Internationaler Tag der Astrologie“.