Internationaler Tag der Astrologie


In der Astrologie beginnt das neue Jahr mit dem Frühling


Mit dem Frühling beginnt das astrologische Jahr

Am 20. März 2020 startet mit der Tagundnachtgleiche um 4.49 Uhr Mitteleuropäischer Zeit der Frühling - und mit ihm das ursprüngliche Neujahr.


Bis heute wird in vielen Kulturen der Beginn des neuen Jahres gar nicht im Januar, sondern zur Frühlingstagundnachtgleiche gefeiert. Denn im Gegensatz zum dunklen Winter wird der Frühlingsanfang im März viel eher als Geburt des Lebens verstanden, als Sieg der Sonne über Kälte und Dunkelheit: Schließlich sind genau ab diesem Moment die Tage wieder länger als die Nächte.

 

Schon bei den alten Römern startete das Jahr daher mit dem Frühlingsanfang im März, der als erster Monat des Jahres galt. Was auch erklärt, warum ein halbes Jahr später der September dann als der siebte Monat (von lat. septem) angesehen wurde, gefolgt vom achten, neunten und zehnten Monat, deren Namen Oktober, November und Dezember derselben Zählweise entstammen. Der März indes wurde nach dem Kriegsgott Mars benannt, der als stürmisch und hitzig galt - und der noch heute in der Astrologie das Zeichen Widder regiert, das ebenfalls mit dem Frühlingsanfang beginnt. Es steht für energisches Auftreten und den Einmarsch des Frühlings, wobei der "Marsch" sich ebenfalls ableitet von Mars.

Das Neujahr zur Tagundnachtgleiche ist außerdem als Nouruz bekannt auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten.

 

Und schließlich richtet sich sogar unser Osterfest nach jenem Datum aus. Denn Ostern ist immer am Sonntag nach Vollmond nach Frühlingsanfang. Der Sieg des Lichten über das Dunkle wird dabei an vielen Orten mit Osterfeuern zelebriert.

Der Frühlingsanfang wird ebenso wie das Licht der Sonne in der Astrologie dem Element Feuer zugeordnet. Auch hier gilt die Tagundnachtgleiche im März als Jahresbeginn. Sie wird zudem gefeiert als „Internationaler Tag der Astrologie“.

 

Der Tag soll daran erinnern, dass die Astrologie unsere Kultur viel stärker beeinflusst hat, als gemeinhin bekannt ist. Viele Begriffe im Sprachgebrauch zeugen davon noch heute.



Was bringt uns das neue Jahr?


Die Konstellationen beim Frühlingsanfang 2020
Die Konstellationen beim Frühlingsanfang 2020

Die Konstellationen im Moment der Tagundnachtgleiche gelten in der Astrologie als besonders aussagekräftig für alles, was sich bis zum nächsten Frühlingsanfang durchsetzen wird: wirtschaftlich, materiell, weltweit, politisch und im Miteinander.


Für die Zeit von Frühling 2019 bis Frühling 2020 war ja zu sehen, dass die Themen Umwelt und Gesundheit von besonderer Bedeutung werden würden. So schrieb ich unter anderem: "Verletzung und Heilung dürften eine große Rolle spielen - zumal auch Chiron in dieser Konstellation mitmischt, der verletzte Heiler." Dass damit eine neue Pandemie kommen würde, hatte ich so natürlich nicht auf dem Schirm, zeigt sich aber in der Analyse mehr als deutlich.

 

Für das Jahr ab dem Frühling 2020 hat sich Chiron jedoch vom Widderpunkt fortbewegt. Somit steht das Thema Verwundung nicht mehr am Durchsetzungspunkt. Das lässt hoffen. Auch die Stellung des Mondes zeigt, dass der Bereich Gesundheit nicht mehr so auffallen wird wie im vorigen Horoskop, bei dem sich der volle Mond in der Jungfrau befand, dem Zeichen, das mit medizinischer Dienstleistung verbunden wird.

 

Markant im Horoskop für den Frühlingsanfang 2020 ist hingegen die Häufung von Planeten im Steinbock. Hier fällt besonders die Konjunktion von Mars, Jupiter und Pluto auf.

 

Das Zusammenspiel von Mars und Jupiter steht in der Astrologie vor allem für missionarischen Eifer bishin zu "Glaubenskriegen".  Es zeigt außerdem eine gewisse Maßlosigkeit, in Verbindung mit großem Aufwand. Im Steinbock geht es dabei um die Allgemeinheit sowie darum, das richtige Maß festzulegen. Pluto hingegen zeigt oft Fanatismus, gerne bringt er kollektive Zwänge und häufig einen ausgeprägten "Tunnelblick". Er steht außerdem für geistige Programme - und auf der konkreten Ebene für genetische Informationen, auch durch Viren. Ebenso wie ein Virus sich hier im großen Stil durchsetzen konnte, zeigt sich also ein entsprechend großer Aufwand, das kranke Programm in seine Grenzen zu weisen. Nur mit sinnvoller Verantwortung für Größeres kann diese Konstellation ein Erfolg werden. Missionarischer Eifer hingegen hat noch niemandem geholfen, egal von welcher Seite dieser kommen mag.

 

Im Steinbock gilt es jedoch vor allem, erwachsen zu sein und Verantwortung zu übernehmen: für die Allgemeinheit und für unseren Planeten. Hier ist es an der Zeit, gesunde Maßstäbe zu installieren. Störende Grenzen müssen transformiert werden, während es an anderer Stelle darauf ankommt, die richtigen Grenzen zu setzen. Dabei dürfen wir nicht den Fehler machen, uns an engstirnigen Sichtweisen festzuhalten. Viel besser ist es, wenn wir global denken können. Denn es gilt, größere Knoten zu lösen, sowohl im eigenen Leben als auch weltweit.

 

Dass globales Denken wichtig ist, weil wir alle Teil einer Welt sind, zeigt sich durch Stellung von Neptun in den Fischen. Der steht 2020 übrigens harmonisch zu den Planeten im Steinbock. Damit ist es besonders hilfreich, auf große und langfristige Entwicklung zu setzen. Es ist außerdem angeraten, sich nicht verwirren zu lassen, sondern immer wieder zur “Meditation” zu finden, zu höherem Sinn und innerer Ruhe. Dafür sollten wir uns genügend Zeit geben.

Die Konjunktion von Jupiter und Pluto stärkt dabei die Bedeutung überregionaler Bindungen, sei es im Handel oder in der Politik. Hier ist es dringend angeraten, gutes Karma zu schaffen - und mit den richtigen Zahlen zu rechnen.

 

Schauen wir in die Börsencharts der vergangenen Jahrzehnte, so ist mit Jupiter im Steinbock eine Stagnation oder Rezession angezeigt. Denn das Expansive von Jupiter wird in diesem Zeichen immer wieder eingeschränkt und auf den Boden zurück gebracht. Auch die Wirtschaftskrise 2008 stand zum Beispiel unter dieser Konstellation, die alle 12 Jahre für ein Jahr wirksam ist.

 

Ähnlich wie 2018 und 2019 können wir jedoch erkennen, dass es mit einer starken Besetzung im Element Erde darum geht, auf solide Werte zu setzen. Auch Mars im Steinbock zielt in diese Richtung.

 

Etwas kritisch ist dabei der herausfordernde Aspekt vom Stier zum Wassermann - eine Konstellation, die soziale Spannungen bringen kann. Konservative und progressive Kräfte stehen gegeneinander, aber auch die Themen Sicherheit und Freiheit. Dabei dürfte einiges aufgemischt werden. Venus im Stier zeigt in diesem Zusammenhang, dass es wichtig ist, das Schöne zu pflegen und auf eine stabile Wirtschaft zu achten. In Harmonie mit Mars im Steinbock ist es zudem hilfreich, wenn "Vater Staat" mit anpackt, vielleicht sogar in großem Stil, schließlich steht Mars ja zusammen mit Jupiter, dem größten Planeten im Sonnensystem.

 

Verantwortung zu übernehmen und egoistisches Verhalten hinter sich zu lassen, ist jedenfalls gut für das Wohlergehen aller Menschen. Dies gilt sowohl im materiellen als auch im weiteren Sinne, in der Klimapolitik oder in der Völkerverständigung. Dafür spricht außerdem Uranus im Stier.

 

Mit aufregenden Planeten im Steinbock sind größere Grenzkonflikte in diesem Jahr sehr wahrscheinlich. In Wirklichkeit gilt es jedoch vor allem, das richtige Maß zu finden. Das ist nicht immer einfach, denn durch Saturn im 90°-Winkel zu Uranus erkennen wir eine Spannung zwischen weltoffenen, reformierenden Kräften einerseits und reaktionären Kräften andererseits. Dass der Mond im Wassermann angespannt zu Venus im Stier steht, betont diese Gegensätze.

 

Dennoch können Konflikte gelöst werden, wenn wir an der richtigen Stelle auf sinnvolle Werte setzen. Klares Umdenken und eine gewisse Disziplin sind hier sehr hilfreich. Es gilt, Verantwortung zu übernehmen, weit über eigene und kurzfristige Interessen hinaus.

 

Hier hilft uns Saturn im Steinbock, der uns dazu auffordert, zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen. Wahrheit, Aufrichtigkeit und Respekt sind hier bedeutende Schlüsselworte. Es ist gut, wenn wir wissen, was wirklich wichtig ist. Wenn wir verantwortungsbewusst handeln können und im Miteinander an der richtigen Stelle Grenzen setzen. Angst oder Stimmungsmache sind dabei denkbar schlechte Ratgeber. Prüfen wir also, was wahr ist - und zeigen wir Rückgrat, weil wir Gutes erreichen wollen.