Der Ursprung von Ostern


Was Ostern mit Astrologie zu tun hat


Wann Ostern ist, das bestimmen zwei besondere astronomische Ereignisse. Das erste ist die Tagundnachtgleiche am 20. März und das zweite der darauf folgende Vollmond.

 

Ab dem 20. März sind die Tage wieder länger als die Nächte. Dieses Datum gilt daher in vielen Kulturen als bedeutend, einige feiern es sogar als Beginn des neuen Jahres, steht es doch für die Geburt des Lebens, den Sieg der Sonne über Kälte und Dunkelheit, den Sieg des Tages über die Nacht. Eine Art Höhepunkt der Wiedergeburt des Lichts soll dabei der erste Vollmond nach Frühlingstagundnachtgleiche sein. Deswegen wird Ostern immer am Sonntag nach diesem Vollmond gefeiert.

 

Schon in vorchristlicher Zeit wurde der erste Frühlingsvollmond also mit dem Thema Auferstehung in Verbindung gebracht. Er galt als Auferstehung des Lebens und der Sonne. Ob Zufall oder nicht: Jesu Kreuzigung und Auferstehung soll der Überlieferung nach ebenfalls am ersten Vollmond im Frühling gewesen sein: beim Pessach-Fest, das immer dann stattfindet, wenn die Sonne durch das Sternbild Widder wandert, dessen Name sich herleitet von der Jahreszeit der hier geopferten Lämmer, nicht nur im jüdischen Kulturkreis.

 

Doch warum wird Ostern eigentlich mit Osterhasen und Eiern gefeiert?

 

Eindeutig handelt es sich hier ja um Fruchtbarkeitssymbole, und die passen schon mal ganz gut zu einem Fest, bei dem traditionell die Auferstehung des Lebens zelebriert worden ist. Dass es ausgerechnet Ostereier und Hasen sind - auch hier liefert die Antwort der Mond: Denn ein Hase, der Eier bringt, ist eigentlich sehr unlogisch. Logisch wird das Ganze erst, wenn wir zum Himmel schauen, wo wir mit nur wenig Fantasie in der Kraterlandschaft des vollen Mondes einen Hasen erkennen können, der dort mit einem Korb zu stehen scheint.

Der Hase im Mond, Quelle Wikimedia Commons
Der Hase im Mond, Quelle Wikimedia Commons

Am österlichen Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond nimmt der Mond allerdings bereits wieder etwas ab. Und tatsächlich sieht er dann am Himmel aus wie ein Ei. Sowohl der Hase als auch die Eier kommen sinnbildlich also „vom Mond“, der traditionell wie das Osterfest für Fruchtbarkeit steht, insbesondere deswegen, da der Zyklus des Mondes und der Monatszyklus der Frau in nahezu gleichem Takt schwingen.

 

Aber auch der Name des Osterfestes basiert auf astronomischen Gegebenheiten. So leitet er sich etymologisch ab von „Austrō, Eos, Aurora“, alte Bezeichnungen für die Göttin der Morgenröte, der aufgehenden Sonne, und etymologisch ebenfalls verwandt mit dem Wort „Osten“, der Himmelsrichtung, in der die Sonne aufgeht. Die Auferstehung der Sonne im Jahreslauf, und die Auferstehung von Gottes Sohn, die zum Sonnenaufgang stattgefunden haben soll, passen hier natürlich hervorragend in die Symbolik.