Im Einklang mit dem Himmel


Wie wir unsere Konstellationen lenken



In meiner Jugend fand ich mal einen Text, der davon handelte, dass jemand den Sternen ihre Bahnen befehlen könne. Natürlich kann kein Mensch den Sternen befehlen, das ist klar. Gemeint war einfach die hohe Kunst, in Einklang mit den Themen des Himmels zu kommen, so dass sie wirken, wie bestellt: Wir haben also bei jeder Konstellation die Wahl, ob wir sie als störend wahrnehmen oder ob wir sie begrüßen und gestalten. Kern einer astrologischen Beratung ist daher das Erkennen und liebevolle Annehmen der gegebenen Themen, die in uns wirken und Teil von uns sind.

Im Einklang mit dem Horoskop zu innerem Frieden und im Idealfall sogar zur Erleuchtung zu finden, ist außerdem Inhalt des spirituellen Yogas. Die Erleuchtung ist sicher ein sehr hohes Ziel, das kaum jemand erreichen wird. Dennoch können wir, wenn wir uns bewusst mit den Themen aus dem persönlichen Horoskop befassen, den einen oder anderen Schritt zur Erleuchtung schaffen.

 

Welche Aufgaben bestimmte Konstellationen gerne mit sich bringen, zeigt folgender kleiner Überblick. Unabhängig vom eigenen "Sternzeichen" wollen die zwölf Grundthemen hier gemeistert werden. Zum Beispiel haben wir alle mal eine Phase, in der es ratsam ist, mit Hilfe von Jupiter Sinn zu finden. Oder mit Saturn Wichtiges zu regeln.

 

Konstellationen von Widder und Mars:

Viele erleben Mars, indem sie den Eindruck haben, andere geben den Ton an. Sie fühlen sich überrumpelt, geärgert, vielleicht auch mutlos. Einige neigen dabei zu Entzündungen oder Verletzungen. Andere hingegen sind ständig wütend oder geraten häufig in Streit. In Wirklichkeit geht es jedoch darum, eigene Anliegen besser durchzusetzen. Zum Beispiel etwas anzupacken, voranzugehen, konkreter zu werden. Gelingt dies, so lösen sich die beschriebenen Probleme in der Regel einfach auf.

 

Konstellationen von Stier und Venus:

Nicht wenige Menschen auf dieser Welt haben Sorgen mit dem Materiellen. Einigen fehlt es an Selbstwert oder an der Fähigkeit, etwas zu genießen. Andere hingegen kompensieren, indem sie Genüsse und Schönes nur so anhäufen. Können wir hingegen unseren Venus-Einflüssen "befehlen", so pflegen wir einen gesunden Selbstwert. Wir verhalten uns sozial, können uns aber auch abgrenzen. Wir kultivieren, was uns gut tut. Wir bleiben natürlich und erlangen Zufriedenheit.

 

Konstellationen von Zwillinge und Merkur:

Oft genug gibt es Ärger mit der Kommunikation. Vielen fällt es schwer, sachlich zu bleiben. Manchen fehlt es außerdem an Geschick und Knowhow. Andere hingegen können gar nicht aufhören, zu reden und finden für alles Argumente, zersplittern sich in ihrer Vielseitigkeit. Wer Merkur lenken kann, weiß hingegen, dass es gut ist, in der Kommunikation sachlich zu bleiben, verschiedene Informationen einzuholen und etwas zu lernen, um so zu gesunden und logischen Ergebnissen zu kommen.

 

Konstellationen von Krebs und Mond:

Viele fühlen sich emotional unsicher, nicht geborgen, nicht geliebt, wissen selten, was sie empfinden sollen, hören ihre innere Stimme kaum. Oft wird hier kompensiert durch besonders fürsorgliches Verhalten. Andere hingegen sind ihren Empfindungen oder Ängsten ausgeliefert, launisch und überemotional. Gelingt es uns jedoch, auf den Bauch zu hören, uns selbst zu vertrauen, uns selbst eine "liebevolle Mutter" zu sein und auf unser Wohlbefinden zu achten, können wir uns sicher und geborgen fühlen.

 

Konstellationen von Löwe und Sonne:

Besonders bei Frauen gibt es häufig Angst vor der eigenen Größe, fehlendes Selbstbewusstsein, fehlenden Stolz, fehlende Macht. Oder die Themen der Sonne werden kompensiert durch Eitelkeit, Geltungssucht und alle möglichen Übertreibungen. In Wirklichkeit geht es hingegen darum, Selbstbewusstsein, Kreativität, Spiel, Spaß und lebendige Ausstrahlung zu entwickeln. Wir können die Sonne lenken, indem wir die lustigen Seiten des Lebens pflegen. Und indem wir ehrlich äußern, worauf wir stolz sein können.

 

Konstellationen von Jungfrau und Merkur:

Themen der Jungfrau äußern sich oft im Alltag, angefangen bei der Ernährung bis hin zu allem, was erledigt und sortiert werden will. Oft kommt es hier zu Unzufriedenheit, Pingeligkeit, Kritiksucht oder Zipperlein. Manche fühlen sich hingegen mit den täglichen Kleinigkeiten überfordert und lassen dann vieles liegen, was eigentlich zu klären ist. Jungfrau-Themen können geheilt werden durch Naturverbundenheit und gesunde Vernunft, wobei es gut ist, auf einfache Weise Alltägliches zu erledigen.

 

Konstellationen von Waage und Venus:

Fehlt es uns an Harmonie und an ausgleichender Gerechtigkeit, so ist es wichtig, dass wir uns für Begegnungen öffnen oder Hilfe suchen. Wenn wir hingegen süchtig nach Harmonie geworden sind, wenn wir zu sehr auf andere eingehen, uns dabei selbst belügen und dennoch zu kurz gekommen fühlen, sollte die Waage justiert werden - indem wir uns selbst und anderen gegenüber fair sind, auf klare Spielregeln achten und ein gesundes Maß an schöner Kultur pflegen.

 

Konstellationen von Skorpion und Pluto:

Oft finden wir uns in Zwängen wieder, die unsere Aufmerksamkeit binden. Oder es fehlt uns an realistischen Vorstellungen, weil wir entweder zu fixiert oder zu planlos sind. Dann ist es  an der Zeit, klar zu durchschauen, was gespielt wird und hier weder zum Opfer noch zum Täter werden. Indem wir uns an wirklich interessante Themen binden, einen guten Plan haben und auf konstruktive Weise Macht über unser Leben bekommen, können wir Pluto am besten lenken.

 

Konstellationen von Schütze und Jupiter:

Wem es an Sinn und Gottvertrauen fehlt, wer außerdem schnell den Überblick verliert und zu Pessimismus neigt - oder wer umgekehrt in allem einen Sinn sehen will, dabei ständig in Bewegung ist und selbst da noch Optimismus verkündet, wo es besser ist, realistisch zu sein, befindet sich noch nicht im Einklang mit seinen Jupiter-Themen. Wer hingegen eine wohlwollende, lebensnahe Weltanschauung entwickeln und an der richtigen Stelle Gutes tun kann, wird wirklichen Sinn finden und Jupiter lenken können.

 

Konstellationen von Steinbock und Saturn:

Saturn kommt in der astrologischen Deutung oft problematisch weg, steht er doch für Begrenzung und Beschränkung. Er wirkt aber nur dann schwierig, wenn es uns nicht gelingt, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Oder wenn wir zu viel erreichen, zu viel Wichtiges regeln wollen. Schaffen wir es hingegen, einfach das richtige Maß zu finden, kann Saturn auch die höchste Glückseligkeit sein. Denn Saturn steht in der alten Astrologie für die siebte Sphäre des Himmels.

 

Konstellationen von Wassermann und Uranus:

Angst vor Neuem, Nervenkrisen, fehlende Freude und Intoleranz sind ein Hinweis darauf, dass wir Uranus nicht richtig lenken. Uranus kann sich außerdem als störende Überraschung, plötzlicher Befreiungsschlag oder Nähe/Distanz-Problem bemerkbar machen. Manche Leute leben Uranus hingegen, indem sie ständig aus der Reihe tanzen oder immer verrückter werden. Pflegen wir innere Freiheit, gesunden Abstand, Toleranz, freundliche Offenheit und Geisteswitz, wird vieles leichter.

 

Konstellationen von Fische und Neptun:

Vielen fehlt es an Ruhe und Urvertrauen, sie sind im Dauerstress, haben keinen Zugang zu ihren Träumen, haben ihr "Gespür" verloren. Andere hingegen erleben Neptun, indem sie sich zu sehr treiben lassen, vor der Realität fliehen, kein Bein an Land bekommen. Durch Meditation, Achtsamkeit, Einfachheit, liebevolle Hinwendung zu den wirklich wichtigen Dingen und angemessen viel Zeit zum Träumen gelingt es hingegen, Neptun so zu lenken, dass gute Träume Wirklichkeit werden.