ASTRONEWS


Die Wahrheit über astrologie


Justitia
Justitia, Göttin der Gerechtigkeit, die seit der Antike dem Sternbild Jungfrau im Tierkreiszeichen Waage zugeordnet wird

Zu Beginn des Jahres, immer wenn das Interesse an Astrologie allgemein recht hoch ist, fühlen sich Wissenschaftspopulisten berufen, Vorurteile zu verbreiten und gegen die Astrologie zu wettern.

 

Die Krönung von allem war im Januar 2017 ein Beitrag von Harald Lesch bei Terra X. Hier behauptete doch tatsächlich ein Professor in aller Öffentlichkeit, die Wahrheit über die Astrologie zu kennen. Und lieferte prompt den Beweis, dass er noch nicht einmal über Grundwissen zum Thema verfügte!

 

Allen Ernstes kramte Lesch wieder das verdrehte Argument heraus, Astrologen würden mit falschen Sternzeichen arbeiten und maßte sich dann auch gleich noch an, Astrologen die Sternbilder zu erklären. Dabei stellte er das Sternbild Schlangenträger, das in der Astrologie bereits seit über 2000 Jahren bekannt ist, als neu hinzu gekommenes Tierkreiszeichen dar, und verwechselte tatsächlich Tierkreiszeichen mit Sternbildern. Ein No-Go.

 

Jeder Astronom sollte diesen Unterschied kennen. Wenn aber ein Professor der Astrophysik wirklich so unwissend ist wie Harald Lesch in seiner Sendung, dann ist das ist eine Schande. Und wenn er absichtlich Unwahrheiten verbreitet, ist das erst recht eine Schande. Oder hat er nur riesige Berührungsangst, wenn es um astrologisches Wissen geht?

 

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Harald Lesch über Astrologie herzieht, ein Thema, mit dem er sich nie befasst hat, wahrscheinlich aufgrund seiner Berührungsangst. Was ihn jedoch nicht daran hindert, in arroganter Weise Astrologen zu belehren. Als ob wir nicht wüssten, dass Sternbilder dreidimensional sind oder tatsächlich davon ausgehen würden, dass Sterne unser Schicksal quasi willentlich beeinflussen, per Strahlung oder per Gravitation. Herr Lesch: Setzen, sechs.

Die Wahrheit der Astrologie, über die tatsächlich aufgeklärt werden muss, sieht hingegen folgendermaßen aus:

  • Die Astrologie ist eine Kulturwissenschaft.
  • Ausschlaggebend für die Beziehung von Sonne, Mond, Planeten und Sternen zu dem, was auf der Erde geschieht, ist in der Astrologie nicht das Prinzip der mechanischen Kausalität. Vielmehr geht es um zeitliche Rhythmen, Resonanz und Synchronizität.
  • Die Astrologie denkt in Sinnbildern und Gleichnissen. Die Naturwissenschaft hingegen denkt konkretistisch. Sie denkt sozusagen schwarzweiß, wo die Astrologie in Farben denkt.

Mit Sinnbildern lässt sich dabei so manches erfassen, was sich konkretistisch nicht erfassen lässt:

 

Wenn ich zum Beispiel sage: "Lass dein Herz sprechen", so meine ich gewiss nicht, dass der pumpende Hohlmuskel einen Mund bekommt und anfängt zu plaudern. Wenn ich im Gespräch "eine Brücke baue", benutze ich keine Steine, Bauklötze oder andere Materialien, selbst wenn mein Gegenüber "Bauklötze staunt". Und wenn ich die Brombeernote in einem Wein herausschmecken kann, die gerade diesem Wein sein besonderes Wesen verleiht, so muss es konkret noch lange kein Brombeerwein sein.

 

In der Astrologie geht es in Wahrheit also darum, das Wesentliche, das Geistige, das Sinnhafte "herauszuschmecken". Das Steinbock-Prinzip zu erkennen, wenn große Gesetze und Regeln herausragend häufig von Steinböcken benannt und eingeführt wurden. Oder die problematischen Seiten männlicher Löwen zu erkennen, wenn Wissenschaftspopulisten wie Harald Lesch und Florian Freistätter, beide übrigens am 28.7. geboren, lieber sich selbst in aller Öffentlichkeit beim Reden zuhören als ordentlich zu recherchieren.